Umweltfreundliche Energieversorgung

28.10.2018

Ob Solarpaneele auf dem eigenen Dach oder Strom aus Wasser- oder Windkraft: es gibt die unterschiedlichsten Arten der umweltfreundlichen Energieversorgung. Grundsätzlich unterliegen sie aber praktisch alle dem gleichen Manko. Denn im Unterschied zu fossilen Energieträgern sind die erneuerbaren Varianten zumeist nicht dauerhaft verfügbar oder unterliegen starken Schwankungen, ausgelöst durch Tages- oder Jahreszeiten oder auch aufgrund starker Wetterabhängigkeit.

Die heute einzige bekannte Lösung für dieses Problem liegt in der Pufferung der Energie durch Speicherung. So können überschüssige Energiepotentiale in Spitzenzeiten abgegriffen werden und nach Bedarf genutzt werden. Diese Lösung ist aber ebenfalls noch problematisch. Leistungsstarke Speicher sind teuer, die Technik oft nicht ausgereift oder störanfällig.

Aktuelle Studien lassen aber optimistisch in die Zukunft blicken: Sowohl für den Anbieter, als auch für den Endverbraucher werden Speicherlösungen schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts so zuverlässig und kostengünstig sein, dass sie nicht nur dem grünen Gewissen, sondern auch dem Geldbeutel zugutekommen.
Der erwartete Innovationsschub in der Forschung und Industrie wird sich demnach voraussichtlich zuerst bei den gewerblichen Anbietern bemerkbar machen. Damit ergeben sich profitable Geschäftsmodelle, in denen etwa Netzbetreiber ihre einzelnen Energiespeicher digital vernetzen können um dezentrale „Großspeicher“ zu realisieren. Diese könnten bei Versorgungsengpässen einspringen und das deutlich günstiger als die aktuellen Kosten von mehr als 100 Euro je Megawattstunde Kapazität – das Modell wird rentabel.
Diese Entwicklung wird, so die Aussichten der Forscher, auch bei den Verbrauchern ankommen. Profitieren sie im ersten Schritt von sinkenden Öko-Strompreisen, werden nachgelagert auch die Speichertechnologien für Privathaushalte interessant. Angesichts attraktiver Fördergelder wird dann erst recht die private Versorgung zum Beispiel mit Ökostrom attraktiv.

Fraglich bleibt heute, wie schnell die Forschung sich tatsächlich entwickelt. Der aktuelle Stand der Technik ist seit vielen Jahren unverändert und konnte auch durch die Digitalisierung und die zunehmende Mobilität von Computern Smartphones etc. nicht spürbar optimiert werden. Experten sehen jedoch im zunehmenden Interesse an Elektromobilität einen wichtigen Entwicklungsfaktor, der auch durch die treibende Politik begünstigt wird.

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